Tourtagebuch von Jan

19. Mai 2001: Hannover, Béi Chéz Héinz (+ The Splashdowns u.a.)

Von Maxhütte-Haidhof bei Regensburg bis nach Hannover ist es ganz schön weit. Ich glaub' wir waren auch alle 'n bisschen erschlagen, schon als wir ankamen. Naja, bis auf Flori vielleicht. Der hat während der Fahrt auf dem luxuriösen "Boden-Bett" unseres Nobel-Nightliners ein Schläfchen gehalten.

Ausserdem haben die doofen Schweine-Bayern während eben dieser Fahrt mal wieder völlig unverdienterweise die deutsche Meisterschaft gewonnen. In letzter Sekunde, wie's wohl so langsam Tradition wird. Mensch, hat mich das geärgert. Zum Trost war dann aber das Essen im Chez Heinz superspitzenklasse und es gab auch ordentlich Getränkemarken. Und statt 'nem Kicker zur Abwechslung mal ein Flipper-Automat, der später aber leider erkrankte, weil er eine Murmel verschluckt hatte. Das hab ich als kleines Kind auch mal gemacht. Da hat der Arzt gesagt, es wär nicht so schlimm, und ich sollte einfach abwarten und sie wieder auskacken. Ich glaube meine Mama musste dann immer nachgucken, ob sie schon wieder da ist. Die Arme.

Der Fanclub aus Braunschweig war auch angereist, also zum GTK-Konzert, nicht um nach meiner Murmel zu schauen. Also konnte eigentlich nix mehr schiefgehen. Naja, ich war nicht ganz so gut wie am Tag zuvor, aber ich glaub' es war nicht so schlimm. Eigentlich waren wir sogar wieder super. Nietengips-Flori eingeschlossen, natürlich. Wir haben ja das Publikum auch mit Torte bestochen, die uns noch von der Hochzeit mitgegeben wurde.

Danach gab's dann noch so'n Kümmerling-Trinkritual mit dem Mischer. Aber Kümmerling find' ich nicht so lecker.

Da fand ich The Splashdowns schon besser. Die haben da nämlich neben zwei weiteren Bands auch noch gespielt. So Surf- und Beatmusik ohne Gesang. Aber mit Charme, und zwischendurch haben sie uns sehr nett erklärt, warum der Apfel vom Baum fällt, wer ihn dann wegmacht, wenn alles vorbei ist und warum so'ne Rakete auch ohne Antrieb durch die Gegend fliegen kann. Und ausserdem haben sie lustig dreingeschaut, während sie ihre Gitarren anschlugen.

Danach war ich aber auch wirklich kaputt und nicht der einzige. Also nix wie die letzten Getränke abgestaubt, Sachen gepackt, heimgefahren, Sachen ausgeladen und ins Bett gefallen. Zack, weg waren wir. Schlaf der Gerechten (oder Gerächten?)! Helge lässt grüssen.

Naja, und so heisst es mal wieder nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft und nachmittags ist vormittags und nach der Tour geht's zur Vordertür raus, aber bittesehr nicht, nach dem Bruch ist vor dem Bruch, lieber Flori!

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